Forschung, die das Sehen voranbringt

Ausgewählte Studien aus der Augenheilkunde – sorgfältig zusammengefasst und mit Originalquelle belegt. Für alle, die verstehen möchten, wie sich Diagnostik und Behandlung weiterentwickeln.

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Aktuelle Studien: Was die Forschung zeigt

Jede Karte fasst eine begutachtete Originalarbeit zusammen. Ein Klick öffnet Studiendesign, zentrale Ergebnisse und den Link zur Quelle.

MyopieKinder
2023

Niedrig dosiertes Atropin bremst die Kurzsichtigkeit bei Kindern

Eine dreijährige Phase-3-Studie mit 576 Kindern prüfte konservierungsmittelfreie Atropin-Augentropfen (0,01 % und 0,02 %) gegen Placebo. Die niedrigere Dosis zeigte in allen drei Hauptendpunkten einen Effekt.
−0,13 mmgeringeres Längenwachstum des Auges nach 36 Monaten (Atropin 0,01 % gegenüber Placebo)
JAMA Ophthalmology · Randomisierte Phase-3-Studie
Netzhaut
2022

Faricimab bei feuchter AMD: längere Abstände zwischen den Injektionen

Zwei grosse Phase-3-Studien mit 1 329 Patientinnen und Patienten verglichen den bispezifischen Antikörper Faricimab (bis alle 16 Wochen) mit Aflibercept (alle 8 Wochen).
16 Wochenmögliches Behandlungsintervall mit Faricimab bei vergleichbarem Sehgewinn wie unter Aflibercept (alle 8 Wochen)
The Lancet · Zwei Phase-3-Studien (Nichtunterlegenheit)
NetzhautTechnologie
2017

Gentherapie bei erblicher Netzhautdystrophie (RPE65)

Voretigen neparvovec ersetzt ein defektes Gen direkt in der Netzhaut. Die Phase-3-Studie zeigte nach einem Jahr eine deutliche Verbesserung des Sehens bei wenig Licht.
65 %der behandelten Teilnehmenden bestanden den Mobilitätstest bereits bei 1 Lux (Kontrollgruppe: 0 %)
The Lancet · Randomisierte Phase-3-Studie (offen)
Kinder
2016

Amblyopie: binokulares iPad-Spiel oder Pflaster?

Eine grosse Studie mit 385 Kindern verglich ein binokulares Tablet-Spiel mit dem klassischen Abkleben des besseren Auges. Beide Verfahren verbesserten die Sehschärfe – das Pflaster etwas stärker.
22,2 %der Kinder absolvierten mehr als 75 % der verordneten Spielzeit – die Therapietreue war der Knackpunkt
JAMA Ophthalmology · Randomisierte Nichtunterlegenheitsstudie
MyopieKinder
2015

Mehr Zeit im Freien beugt Kurzsichtigkeit bei Schulkindern vor

In Guangzhou erhielten Erstklässler jeden Schultag 40 Minuten zusätzliche Aktivität im Freien. Nach drei Jahren war die Rate neu aufgetretener Kurzsichtigkeit niedriger.
−9,1 %absolute Senkung der Neuerkrankungsrate an Kurzsichtigkeit nach 3 Jahren (30,4 % gegenüber 39,5 %)
JAMA · Cluster-randomisierte Studie
Hornhaut
2014

Hornhaut-Cross-Linking stabilisiert den Keratokonus

Ein Cross-Linking mit Riboflavin und UVA-Licht festigt die Hornhaut. Die randomisierte Studie zeigte nach drei Jahren eine Stabilisierung, während unbehandelte Augen weiter fortschritten.
−1,03 DAbflachung des steilsten Hornhautwerts (Kmax) nach 36 Monaten mit Cross-Linking – in unbehandelten Augen stieg er um 1,75 D
Ophthalmology · Randomisierte kontrollierte Studie, 3 Jahre

Unser Anspruch: Sorgfältig ausgewählt, transparent belegt

Begutachtete Originalarbeiten

Wir berücksichtigen ausschliesslich Studien aus Fachzeitschriften mit wissenschaftlicher Begutachtung (Peer Review) – bevorzugt randomisierte kontrollierte Studien.

Jede Aussage hat eine Quelle

Zahlen und Aussagen stammen aus der jeweiligen Publikation. Autoren, Journal, Jahr, DOI und PubMed-Eintrag sind verlinkt und lassen sich selbst nachprüfen.

Einordnung statt Heilversprechen

Studienergebnisse gelten für die untersuchten Personengruppen und ersetzen keine individuelle Beratung. Nicht jedes Verfahren ist in der Schweiz zugelassen oder in unserer Praxis verfügbar.

Recherche und Prüfung der Quellenangaben: Oktober 2026 (PubMed). Die Zusammenfassungen sind sinngemässe Wiedergaben der Originalpublikationen; massgeblich bleibt der Originaltext.

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Niedrig dosiertes Atropin bremst die Kurzsichtigkeit bei Kindern

Eine dreijährige Phase-3-Studie mit 576 Kindern prüfte konservierungsmittelfreie Atropin-Augentropfen (0,01 % und 0,02 %) gegen Placebo. Die niedrigere Dosis zeigte in allen drei Hauptendpunkten einen Effekt.

Randomisierte Phase-3-StudieJAMA Ophthalmology · 2023PMID 37261839

Studiendesign

Doppelblinde, placebokontrollierte Studie an 26 Zentren in Nordamerika und 5 europäischen Ländern. 576 Kinder und Jugendliche (3–16 Jahre) mit einer Kurzsichtigkeit von −0,50 bis −6,00 Dioptrien erhielten 36 Monate lang einmal täglich Placebo, Atropin 0,01 % oder Atropin 0,02 % als Augentropfen. Für die Mittelwertvergleiche zählte die Gruppe der 6- bis 10-Jährigen (489 Kinder).

Zentrale Ergebnisse

  • Atropin 0,01 %: Signifikant mehr Augen mit geringer Progression (weniger als 0,50 Dioptrien in 36 Monaten; Odds Ratio 4,54; 95-%-Konfidenzintervall 1,15–17,97).
  • Die Kurzsichtigkeit nahm im Mittel um 0,24 Dioptrien weniger zu, und die Augenlänge wuchs um 0,13 mm weniger als unter Placebo (jeweils p < 0,001).
  • Atropin 0,02 %: Der vorab festgelegte Hauptendpunkt (Anteil der Responder) wurde nicht signifikant erreicht; das Längenwachstum des Auges war um 0,08 mm geringer.
  • Sicherheit: Es traten keine schwerwiegenden Augennebenwirkungen auf; einzelne schwere Ereignisse ausserhalb des Auges wurden nicht mit Atropin in Verbindung gebracht.

Einordnung der Autoren

Nach Einschätzung der Autoren zeigte Atropin 0,01 % über alle drei Hauptendpunkte Wirksamkeit; niedrig dosiertes Atropin könne eine Behandlungsoption gegen das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit im Kindesalter sein.

Originalpublikation
Zadnik K, Schulman E, Flitcroft I, Fogt JS, Blumenfeld LC, Fong TM, et al. Efficacy and Safety of 0.01% and 0.02% Atropine for the Treatment of Pediatric Myopia Progression Over 3 Years: A Randomized Clinical Trial. JAMA Ophthalmol. 2023;141(10):990-999. doi:10.1001/jamaophthalmol.2023.2097

Faricimab bei feuchter AMD: längere Abstände zwischen den Injektionen

Zwei grosse Phase-3-Studien mit 1 329 Patientinnen und Patienten verglichen den bispezifischen Antikörper Faricimab (bis alle 16 Wochen) mit Aflibercept (alle 8 Wochen).

Zwei Phase-3-Studien (Nichtunterlegenheit)The Lancet · 2022PMID 35085502

Studiendesign

TENAYA und LUCERNE: zwei randomisierte, doppelt maskierte Nichtunterlegenheitsstudien an 271 Zentren weltweit. Therapienaive Patientinnen und Patienten ab 50 Jahren mit neovaskulärer altersabhängiger Makuladegeneration erhielten intravitreal Faricimab 6,0 mg in Intervallen von bis zu 16 Wochen (angepasst an die Krankheitsaktivität) oder Aflibercept 2,0 mg alle 8 Wochen. Primärer Endpunkt war die mittlere Veränderung der bestkorrigierten Sehschärfe über die Wochen 40, 44 und 48.

Zentrale Ergebnisse

  • Der Sehgewinn unter Faricimab war dem unter Aflibercept nicht unterlegen: TENAYA +5,8 gegenüber +5,1 Buchstaben, LUCERNE +6,6 gegenüber +6,6 Buchstaben.
  • Augennebenwirkungen traten in beiden Gruppen vergleichbar häufig auf (TENAYA 36,3 % gegenüber 38,1 %; LUCERNE 40,2 % gegenüber 36,2 %).
  • Faricimab hemmt zwei Signalwege gleichzeitig: Angiopoietin-2 und VEGF-A.

Einordnung der Autoren

Die Autoren sehen im möglichen 16-Wochen-Intervall das Potenzial, die Behandlungslast bei neovaskulärer AMD bei anhaltender Wirksamkeit deutlich zu verringern.

Finanzierung der Studien: F. Hoffmann-La Roche.
Originalpublikation
Heier JS, Khanani AM, Quezada Ruiz C, Basu K, Ferrone PJ, Brittain C, et al. Efficacy, durability, and safety of intravitreal faricimab up to every 16 weeks for neovascular age-related macular degeneration (TENAYA and LUCERNE): two randomised, double-masked, phase 3, non-inferiority trials. Lancet. 2022;399(10326):729-740. doi:10.1016/S0140-6736(22)00010-1

Gentherapie bei erblicher Netzhautdystrophie (RPE65)

Voretigen neparvovec ersetzt ein defektes Gen direkt in der Netzhaut. Die Phase-3-Studie zeigte nach einem Jahr eine deutliche Verbesserung des Sehens bei wenig Licht.

Randomisierte Phase-3-Studie (offen)The Lancet · 2017PMID 28712537

Studiendesign

Offene, randomisierte kontrollierte Phase-3-Studie an zwei Zentren in den USA. 31 Personen ab 3 Jahren mit bestätigten biallelischen RPE65-Mutationen (Sehschärfe 20/60 oder schlechter und/oder Gesichtsfeld unter 20°) wurden im Verhältnis 2:1 der Behandlung oder der Kontrollgruppe zugeteilt; 29 wurden ausgewertet. Die Behandlung bestand in einer beidseitigen subretinalen Injektion von 1,5 × 10¹¹ Vektorgenomen. Primärer Endpunkt war die Veränderung der Mobilitätsleistung bei definierten Lichtstärken (MLMT) nach einem Jahr.

Zentrale Ergebnisse

  • Die mittlere Verbesserung betrug 1,8 Lichtstufen in der Behandlungsgruppe gegenüber 0,2 in der Kontrollgruppe (Differenz 1,6; 95-%-Konfidenzintervall 0,72–2,41; p = 0,0013).
  • 13 von 20 behandelten Teilnehmenden (65 %), aber keine in der Kontrollgruppe, bestanden den Test bei der niedrigsten geprüften Beleuchtung von 1 Lux.
  • Sicherheit: keine produktbezogenen schweren Nebenwirkungen und keine schädlichen Immunreaktionen; die meisten Augenereignisse waren mild.
  • Einschränkung: kleine Studie mit offenem Design.

Einordnung der Autoren

Die Gentherapie verbesserte das funktionelle Sehen bei RPE65-bedingter erblicher Netzhautdystrophie, die zuvor nicht medikamentös behandelbar war.

Finanzierung der Studie: Spark Therapeutics.
Originalpublikation
Russell S, Bennett J, Wellman JA, Chung DC, Yu ZF, Tillman A, et al. Efficacy and safety of voretigene neparvovec (AAV2-hRPE65v2) in patients with RPE65-mediated inherited retinal dystrophy: a randomised, controlled, open-label, phase 3 trial. Lancet. 2017;390(10097):849-860. doi:10.1016/S0140-6736(17)31868-8

Amblyopie: binokulares iPad-Spiel oder Pflaster?

Eine grosse Studie mit 385 Kindern verglich ein binokulares Tablet-Spiel mit dem klassischen Abkleben des besseren Auges. Beide Verfahren verbesserten die Sehschärfe – das Pflaster etwas stärker.

Randomisierte NichtunterlegenheitsstudieJAMA Ophthalmology · 2016PMID 27812703

Studiendesign

Multizentrische Nichtunterlegenheitsstudie an 385 Kindern (5 bis unter 13 Jahre) mit Amblyopie infolge von Schielen und/oder Anisometropie (Sehschärfe 20/40 bis 20/200). 16 Wochen lang erhielten sie entweder ein binokulares iPad-Spiel (1 Stunde täglich) oder das Abkleben des besseren Auges (2 Stunden täglich). Zielgrösse war die Veränderung der Sehschärfe des amblyopen Auges.

Zentrale Ergebnisse

  • Verbesserung der Sehschärfe nach 16 Wochen: 1,05 Zeilen (Spiel) gegenüber 1,35 Zeilen (Pflaster); Differenz 0,31 Zeilen zugunsten des Pflasters.
  • Die Nichtunterlegenheit konnte nicht belegt werden (Obergrenze des Konfidenzintervalls 0,53 Zeilen bei einer vorab festgelegten Grenze von 0,5).
  • Nur 22,2 % der Kinder mit auswertbaren Protokolldaten (39 von 176) absolvierten mehr als 75 % der verordneten Spielzeit.
  • Bei 5- bis unter 7-Jährigen ohne Vorbehandlung verbesserte sich die Sehschärfe um 2,5 (Spiel) bzw. 2,8 Zeilen (Pflaster). Nebenwirkungen wie Doppelbilder waren selten.

Einordnung der Autoren

Die Sehschärfe verbesserte sich unter beiden Therapien, besonders bei jüngeren Kindern ohne Vorbehandlung; in einer Post-hoc-Analyse war die Verbesserung mit diesem binokularen Spiel jedoch geringer als mit zwei Stunden Pflaster täglich.

Originalpublikation
Holmes JM, Manh VM, Lazar EL, Beck RW, Birch EE, Kraker RT, et al. Effect of a Binocular iPad Game vs Part-time Patching in Children Aged 5 to 12 Years With Amblyopia: A Randomized Clinical Trial. JAMA Ophthalmol. 2016;134(12):1391-1400. doi:10.1001/jamaophthalmol.2016.4262

Mehr Zeit im Freien beugt Kurzsichtigkeit bei Schulkindern vor

In Guangzhou erhielten Erstklässler jeden Schultag 40 Minuten zusätzliche Aktivität im Freien. Nach drei Jahren war die Rate neu aufgetretener Kurzsichtigkeit niedriger.

Cluster-randomisierte StudieJAMA · 2015PMID 26372583

Studiendesign

Cluster-randomisierte Studie an 12 Primarschulen in Guangzhou (China) mit 1 903 Kindern der ersten Klasse (Durchschnittsalter 6,6 Jahre). In den 6 Interventionsschulen kam jeden Schultag eine zusätzliche 40-minütige Outdoor-Lektion hinzu; Eltern wurden zu Aktivitäten im Freien ausserhalb der Schule ermutigt. Die 6 Kontrollschulen behielten den üblichen Ablauf bei. Hauptzielgrösse war die kumulative 3-Jahres-Inzidenz der Myopie (−0,5 Dioptrien oder stärker) bei anfangs nicht kurzsichtigen Kindern.

Zentrale Ergebnisse

  • Neuerkrankungsrate: 30,4 % (Intervention) gegenüber 39,5 % (Kontrolle); Differenz −9,1 % (95-%-Konfidenzintervall −14,1 bis −4,1 %; p < 0,001).
  • Die Veränderung des sphärischen Äquivalents war geringer: −1,42 gegenüber −1,59 Dioptrien (Differenz 0,17 Dioptrien; p = 0,04).
  • Beim Wachstum der Augenlänge zeigte sich kein signifikanter Unterschied (0,95 gegenüber 0,98 mm; p = 0,07).

Einordnung der Autoren

Zusätzliche 40 Minuten Aktivität im Freien senkten bei Sechsjährigen die Myopie-Rate über die folgenden drei Jahre. Die Autoren betonen, dass Langzeitbeobachtung und Übertragbarkeit der Ergebnisse weiter untersucht werden müssen.

Originalpublikation
He M, Xiang F, Zeng Y, Mai J, Chen Q, Zhang J, et al. Effect of Time Spent Outdoors at School on the Development of Myopia Among Children in China: A Randomized Clinical Trial. JAMA. 2015;314(11):1142-8. doi:10.1001/jama.2015.10803

Hornhaut-Cross-Linking stabilisiert den Keratokonus

Ein Cross-Linking mit Riboflavin und UVA-Licht festigt die Hornhaut. Die randomisierte Studie zeigte nach drei Jahren eine Stabilisierung, während unbehandelte Augen weiter fortschritten.

Randomisierte kontrollierte Studie, 3 JahreOphthalmology · 2014PMID 24393351

Studiendesign

Prospektive, randomisierte kontrollierte Studie an 100 Augen mit progressivem Keratokonus (Behandlung gegenüber Kontrolle). Cross-Linking: Riboflavin 0,1 % mit 20 % Dextran für 15 Minuten vor und während 30 Minuten UVA-Bestrahlung (3 mW/cm²). Kontrollen nach 3, 6, 12, 24 und 36 Monaten; primäre Zielgrösse war der maximale simulierte Keratometriewert (Kmax). Nach 36 Monaten wurden 46 behandelte und 48 Kontrollaugen ausgewertet.

Zentrale Ergebnisse

  • Kmax stieg in den Kontrollaugen nach 36 Monaten im Mittel um 1,75 Dioptrien und sank in den behandelten Augen um 1,03 Dioptrien (jeweils p < 0,001).
  • In der behandelten Gruppe verbesserten sich der unkorrigierte (−0,15 logMAR) und der bestkorrigierte Visus (−0,09 logMAR); in der Kontrollgruppe nahm der Zylinder zu.
  • Es traten bei 2 Augen geringfügige Komplikationen auf, die den Endvisus nicht beeinträchtigten.

Einordnung der Autoren

Nach 36 Monaten zeigte sich nach Cross-Linking eine anhaltende Verbesserung von Kmax und Sehschärfe, während die Kontrollaugen weiter fortschritten.

Originalpublikation
Wittig-Silva C, Chan E, Islam FM, Wu T, Whiting M, Snibson GR. A randomized, controlled trial of corneal collagen cross-linking in progressive keratoconus: three-year results. Ophthalmology. 2014;121(4):812-21. doi:10.1016/j.ophtha.2013.10.028
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